Geistes- und Sozialwissenschaftler auf dem Arbeitsmarkt
Hier findet man Informationen und Links zur Situation der Geisteswissenschaftler auf dem Arbeitsmarkt und beim Berufseinstieg.
In einem ZEIT-Artikel klärt HIS-Absolventenforscher Kolja Briedis über Klischees auf, die Geisteswissenschaftler immer wieder nerven. Interessant ist, dass einige stimmen, andere wiederum überhaupt nicht. Außerdem sagt Kolja Briedis, den wir übrigens für unsere neue Broschüre interviewt haben, warum sich Studieren allgemein lohnt.
Müssen wir alle Ingenieure werden?, fragt der Soziologe Michael Hartmann im ZEIT-Interview.
Der Artikel im KARRIERE SPIEGEL gibt Informationen darüber, wie Personaler arbeiten und wie sie die Kandidaten beim Jobinterview unter die Lupe nehmen. Interessant für alle, die sich demnächst dem Vorstellungsgespräch oder gar dem Assessment Center stellen müssen.
Ein aktueller Artikel zum Einsatz von Geisteswissenschaftlern in der Wirtschaft. Wir haben es immer gewusst: So schlecht machen sich Geistes- und Sozialwissenschaftler in Betrieben nicht. Sie haben durchaus Kompetenzen und Stärken, die allerdings in der deutschen Wirtschaft im Vergleich zum angelsächsischen Raum noch immer viel zu wenig gewürdigt werden.
Und wieder einmal was zum Thema Geld: Was verdienen Hochschulabsolventen als Berufsanfänger?
In fremden Ländern arbeiten: Viele Studenten träumen vom exotischen Job des Entwicklungshelfers in der Ferne. Doch die begehrten Stellen sind für Absolventen nur schwer zu erreichen. Hier dazu ein Artikel im SPIEGEL. Im Jahr 2011 plant AGSE aufgrund von wiederholten Anfragen eine eigene Veranstaltung zu diesem Berufsfeld.
Dass Geisteswissenschaften keine brotlose Kunst sind, das erklärt "Studentenforscher" Kolja Briedis vom Hochschul-Informationssystem HIS in einem Artikel in der ZEIT.
Der Traumjob für viele: Als Diplomat beim Auswärtigen Amt oder einer anderen großen multilateralen internationalen Institution. Der Job ist interessant, man kommt in der Welt rum, hat ein gutes Einkommen und ist verbeamtet Jetzt gibt es vermehrt Initiativen der Bundesregierung, deutsche Akademiker auf das internationale Parkett zu bringen. Dazu haben eigentlich Geistes- und Sozialwissenschaftler die besten Voraussetzungen, hier einen Treffer zu landen. Gefragt sind nämlich neben einem sicheren Auftreten vor allem sehr gute Kommunikationsfähigkeiten in Deutsch, Englisch und weiteren großen Sprachen, interkulturelle Kompetenz und ein sehr breites Allgemeinwissen. All dies sind Punkte, in denen Geistes- und Sozialwissenschaftler in aller Regel fit sind. Also los - auf in die internationale Karriere!
Eine interessante, wenn auch etwas ältere Reportage beschreibt die Situation der „Kreativen Klasse“ in Berlin, zu der auch sehr viele Absolventen der Geistes- und Sozialwissenschaften gehören. Eine neue Bohéme: „In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte sich, zuerst in Paris, diese neue Schicht zwischen Bourgeoisie und Proletariat etabliert. Menschen, die nicht geregelt arbeiteten, sondern viel Zeit in Kaffeehäusern verbrachten und dennoch auf ihre Art produktiv waren.“ Ähnlich geht es heute vielen Absolventen, die eigentlich viele tolle Ideen haben, viele kreative Projekte betreiben und dennoch weiter vergeblich auf den ganz großen Wurf warten. Dieses Leben mag interessant und cool sein, aber spätestens wenn man auf die 40 zugeht und immer noch kein richtiges Geld verdient, hört der Spaß auf. Ein Text, der zeigt, wie wichtig ein beruflicher Plan im Leben gerade eines Akademikers ist.
Ein sehr guter aktueller Artikel auf SPON zeigt, woran das Studentenleben heute krankt: Studenten im Optimierungswahn versuchen, einen möglichst gradlinigen Lebenslauf hinzulegen. Doch dabei geht gerade die Fähigkeit zur Reflexion, zum kritischen und kreativen Denken verloren. Der Artikel ist gerade für Geistes- und Sozialwissenschaftler sehr interessant, denn er beschreibt den Verlust von Kompetenzen, die gerade unsere Stärke sind oder sein sollten und zeigt damit, dass Unternehmen weiterhin einen Bedarf an kreativen Menschen haben, die zu vernetztem Denken fähig sind.
Dass Geisteswissenschaftler noch immer wesentlich weniger verdienen als Wirtschaftswissenschaftler oder Ingenieure, das wissen wir ja längst. Hier gibt es Details im Artikel von SPON.
Frau Susan Bauer, Beraterin bei der Beratungsfirma Kienbaum, gibt im Interview mit Uni-online die gleichen Tipps für Studierende der Geisteswissenschaften, wie auch wir von AGSE sie geben: Die richtigen Nebenqualifikationen, die man schon parallel zum Studium erwirbt, helfen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt. Praktika sind unerlässlich, um schon früh zielgerichtet Erfahrungen aus der Wirtschaft zu sammeln. Mehr auf Uni-Online.
Geisteswissenschaftler insgesamt haben derzeit eine Arbeitslosenquote von 6 Prozent. Das sind zwar ca. 2 bis 3 Prozentpunkte mehr als der Durchschnitt aller Akademiker, aber deutlich weniger als die allgemeine Erwerbslosenquote. Ist der Einstieg in den Arbeitsmarkt einmal geschafft, geht es normalerweise bald nach oben, meint das ABC der Menschheit (pdf).
Im Interview erklär Dr Monika Wulf-Mathies, was man als Geisteswissenschaftler für eine erfolgreiche Karriere braucht: Neben den inhaltlichen Kompetenzen vor allem "zusätzliche Eigenschaften wie Engagement und Fleiß, Leistungswillen, Freude an der Arbeit, Zielstrebigkeit und Beharrlichkeit, Risikobereitschaft, ein gesundes Selbstbewusstsein, Durchsetzungsfähigkeit und Entscheidungsfreude, und, nicht zu vergessen: Glück!"
Interessante Berichte von der Karriere-Front: Als Historiker im Patentwesen. Oder als Germanist in der Werbeagentur. Diese Beispiele zeigen die Chancen, aber auch die Probleme der Geisteswissenschaften: Es gibt eine geradezu unüberschaubare Vielfalt von "ungeraden" Wegen in den Beruf. Der Vorteil dabei: Die Studenten können sich schon früh ein Berufsfeld aussuchen und darauf hinarbeiten durch eine gezielte Karriere- und Studienplanung.